Wir, eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus drei achten Klassen unserer Realschule, hatten die besondere Gelegenheit, an einem Erasmus+ Schüleraustausch in Portimão (Portugal) teilzunehmen. Diese Reise stellte für uns nicht nur ein einmaliges Erlebnis dar, sondern bot uns zugleich die Möglichkeit, unseren Horizont zu erweitern und interkulturelle Erfahrungen aktiv zu erleben und zu reflektieren.
Bereits am ersten Tag wurde deutlich, dass diese Fahrt weit über eine gewöhnliche Klassenreise hinausgeht. Wir begegneten vielen neuen Menschen aus einem anderen kulturellen Kontext und konnten trotz anfänglicher sprachlicher Unsicherheiten schnell miteinander kommunizieren. Besonders bemerkenswert war, wie selbstverständlich wir unsere Englischkenntnisse im Alltag anwenden und dabei deutlich verbessern konnten. Diese authentischen Kommunikationssituationen stärkten nicht nur unsere Sprachkompetenz, sondern auch unser Selbstvertrauen im Umgang mit internationalen Begegnungen.
Einblicke in eine andere Schule und gelebte kulturelle Vielfalt
Die Besuche der portugiesischen Schule ermöglichten uns direkte Einblicke in ein anderes Bildungssystem und zeigte uns neue Perspektiven auf schulisches Lernen. Die Schule beeindruckte durch ihre Größe und ihre vielfältigen sportlichen Angebote, darunter Fußball-, Basketball- und Volleyballplätze. Besonders hervorzuheben ist die große Cafeteria, in der alle Schülerinnen und Schüler kostenfrei essen konnten – ein Aspekt, der uns auch im Hinblick auf Chancengleichheit und soziale Teilhabe zum Nachdenken angeregt hat.
Während unserer Teilnahme am Unterricht konnten wir Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten im schulischen Lernen erkennen. Die Unterrichtsgestaltung war abwechslungsreich und bot uns die Möglichkeit, neue Lernmethoden kennenzulernen. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig Offenheit gegenüber anderen Lernkulturen ist und wie bereichernd ein Perspektivwechsel sein kann.
Der Austausch mit den portugiesischen Schülerinnen und Schülern war von Beginn an von gegenseitigem Respekt und wachsender Offenheit geprägt. Anfangs bestehende Zurückhaltung wurde schnell durch Neugier und Interesse ersetzt. In zahlreichen gemeinsamen Aktivitäten – sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schule – entstanden echte Begegnungen und Freundschaften, die kulturelle Unterschiede nicht als Hindernis, sondern als Bereicherung erfahrbar machten.
Gemeinschaft erleben und voneinander lernen
Ein besonderer Schwerpunkt unserer Reise lag auf dem gemeinsamen Erleben und Lernen in der Gruppe. Aktivitäten wie die Bootstour, bei der wir Delfine beobachten konnten, oder die vielen gemeinsamen Stunden am Strand stärkten nicht nur den Zusammenhalt innerhalb unserer Gruppe, sondern förderten auch kooperative und soziale Kompetenzen.
Durch sportliche Aktivitäten wie Volleyball sowie gemeinsames Kochen und Essen konnten wir unterschiedliche Interessen und Fähigkeiten einbringen und voneinander lernen. Diese gemeinschaftlichen Erfahrungen verdeutlichten, wie wichtig Zusammenarbeit, Rücksichtnahme und gegenseitige Unterstützung sind – zentrale Aspekte eines inklusiven Miteinanders.
Auch außerhalb strukturierter Programmpunkte ergaben sich viele Gelegenheiten zum interkulturellen Austausch. Ob bei gemeinsamen Abenden, Gesprächen oder spontanen Treffen – wir konnten kulturelle Unterschiede unmittelbar erleben und gleichzeitig feststellen, wie viele Gemeinsamkeiten uns verbinden.
Ein nachhaltiger Blick über den eigenen Horizont
Die Teilnahme an diesem Austausch hat uns nicht nur neue Eindrücke vermittelt, sondern auch unsere Sichtweise auf andere Kulturen nachhaltig geprägt. Wir haben gelernt, Vielfalt als Stärke zu begreifen und offen auf neue Situationen zuzugehen. Gleichzeitig wurde uns bewusst, wie wichtig gegenseitiges Verständnis, Toleranz und Respekt in einer zunehmend globalisierten Welt sind.
Darüber hinaus konnten wir erleben, wie unterschiedlich Lernvoraussetzungen und Lebensrealitäten sein können, und haben dadurch ein stärkeres Bewusstsein für Chancengleichheit und individuelle Bedürfnisse entwickelt. Diese Erfahrungen tragen dazu bei, unser eigenes Lernen bewusster wahrzunehmen und Vielfalt auch im schulischen Alltag wertzuschätzen.
Unser Fazit – Eine Erfahrung, die bleibt
Für uns war diese Erasmus+ Fahrt in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. Wir haben nicht nur viel erlebt, sondern auch auf persönlicher, sprachlicher und sozialer Ebene wichtige Kompetenzen weiterentwickelt. Die Begegnungen, Erfahrungen und neu gewonnenen Perspektiven werden uns langfristig begleiten.
Deshalb möchten wir besonders die jetzigen 7. Klassen ermutigen: Nutzt diese Chance und bewerbt euch für den Austausch im nächsten Jahr! Es ist eine wertvolle Gelegenheit, über sich hinauszuwachsen, neue Kulturen kennenzulernen und Teil eines offenen, vielfältigen Europas zu werden.
Diese Reise war für uns weit mehr als nur ein Aufenthalt im Ausland – sie war eine prägende Erfahrung, die uns gezeigt hat, wie bereichernd interkulturelles Lernen, gelebte Inklusion und gemeinschaftliches Wachstum sein können.
Die Fahrt war einfach: besonders, spannend und unvergesslich.
LAU 04/26

In der 9. Klasse machst du dein dreiwöchiges Betriebspraktikum. Das kannst du ganz klassisch hier vor Ort machen – oder du traust dich, ins Ausland zu gehen! Manche entscheiden sich sogar für ein Langzeitpraktikum über mehrere Monate und sammeln dadurch noch mehr Erfahrungen.
Warum ein Auslandspraktikum?
Wenn du ins Ausland gehst, kannst du …
drei spannende Wochen in einem anderen Land verbringen
viel selbständiger werden und Verantwortung übernehmen
erste echte Arbeitserfahrung im Ausland sammeln
deine Fremdsprachen im Alltag verbessern
eine neue Kultur hautnah erleben
neue Freundschaften schließen
dein Gastland wie ein „local“ kennenlernen – nicht nur als Tourist!
Bis jetzt waren unsere SchülerInnen schon …
auf einer Pferdefarm in Island,
in einem Kindergarten in Wien,
in einer Jugendherberge in Kössen,
in einem Modegeschäft in Polen.
Was musst du tun, wenn du Interesse hast?
1. Nimm Kontakt auf mit ARO, SWZ oder OVE
2. Erasmusantrag ausfüllen, einscannen und mailen
3. Praktikumszusage vom Betrieb besorgen
4. Unterkunftszusage mit Unterschrift sichern
5. Reise planen & buchen
Mit Erasmus+ bekommst du Unterstützung für Reisekosten und ein Taschengeld.
Egal ob in der Nähe oder im Ausland: Dein Praktikum bringt dich weiter, gibt dir Einblicke in die Arbeitswelt und hilft dir, deine Zukunft zu planen. Ein Auslandspraktikum macht das Ganze noch spannender – und du erlebst Momente, die du garantiert nie vergisst!
Wir freuen uns auf dich.
ARO, SWZ und OVE
Für mein Schulpraktikum in der neunten Klasse hatte ich die besondere Gelegenheit, drei Wochen in Polen zu verbringen. Da meine Familie aus Polen stammt und ich die Sprache spreche, war es für mich nicht ganz fremd – im Gegenteil: Über meine Tante, die in einem Modeunternehmen arbeitet, habe ich den Praktikumsplatz bekommen. Das Unternehmen verkauft Kleidung und hat neben dem Laden auch ein Lager und ein Büro, was mir viele verschiedene Einblicke ermöglicht hat.
Ein großer Teil meiner Arbeit fand im Laden statt. Ich habe Kleidung ordentlich zusammengelegt, neue Ware eingeräumt und die Regale sortiert. Besonders gefreut hat mich, dass ich auch mit Kundinnen und Kunden sprechen konnte – auf Polnisch. Dadurch konnte ich nicht nur beim Ordnen und Auffüllen der Ware helfen, sondern auch kleinere Beratungsgespräche führen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht, weil ich gemerkt habe, wie hilfreich es ist, wenn man mehrere Sprachen spricht.
Auch im Lager konnte ich viel mithelfen. Dort habe ich neue Lieferungen ausgepackt, Kleidung sortiert und sie für den Verkauf vorbereitet. Es war interessant zu sehen, wie viele Arbeitsschritte nötig sind, bevor die Sachen überhaupt im Laden landen. Im Büro durfte ich ebenfalls reinschnuppern – dort habe ich mitbekommen, wie Bestellungen bearbeitet, Lieferscheine geschrieben und Abläufe geplant werden.
Mein Arbeitstag begann meist um 9 Uhr morgens. Nach einer kurzen Besprechung ging es direkt los, und die Aufgaben waren jeden Tag ein bisschen unterschiedlich. In der Mittagspause habe ich mich oft mit den Mitarbeitenden unterhalten – auch hier hat mir meine Sprachkenntnis sehr geholfen, mich wohlzufühlen. Gegen 13-14Uhr endete der Arbeitstag.
Das Praktikum war für mich eine tolle Erfahrung. Ich habe nicht nur viel über die Arbeit im Einzelhandel gelernt, sondern auch meine Sprachkenntnisse genutzt und erweitert. Besonders schön war es, Polen aus einer anderen Perspektive zu erleben – nicht nur als Heimat meiner Familie, sondern auch als Arbeitsplatz. Ich bin dankbar, dass ich diese Chance bekommen habe, und würde ein Auslandspraktikum auf jeden Fall weiterempfehlen.
N.O.
Vor den Osterferien war bei uns an der Otto-Hahn-Realschule richtig was los: Eine Austauschgruppe aus León (Spanien) war bei uns zu Besuch! Insgesamt 13 spanische SchülerInnen haben gemeinsam mit uns am Unterricht teilgenommen und eine spannende Woche in Bergisch Gladbach und Umgebung erlebt.
Gleich am ersten Tag war die Aufregung groß – aber schnell haben sich alle verstanden, auch wenn es manchmal ein bisschen durcheinander mit Englisch, Spanisch und Deutsch wurde. Aber genau das war ja das Coole daran: Wir konnten uns austauschen, neue Leute kennenlernen und dabei ganz nebenbei auch unser Englisch verbessern.